Programm
Der 5. Bundeskongress „Lerntherapie und inklusive Schule“ der Duden Institute für Lerntherapie findet am 18. April 2026 in Berlin statt. Unter der Überschrift „Selbstregulation – ein Schlüssel zum Lernen“ werden Beiträge aus Wissenschaft und Praxis der Didaktik, Pädagogik und Psychologie angeboten.
Selbstregulation gilt als Schlüsselkompetenz fürs Lernen inner- und außerhalb der Schule. Eine aktuelle Stellungnahme der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina empfiehlt, die Selbstregulation als Leitperspektive im deutschen Bildungssystem zu verankern. Der Bundeskongress beleuchtet, wie diese Fähigkeit insbesondere bei Kindern mit Schwierigkeiten im Lesen-, Schreiben- und Rechnenlernen gefördert werden kann.
Der Kongress wendet sich an Lehrkräfte, Lerntherapeutinnen und Lerntherapeuten, pädagogische Fachkräfte, Wissenschaftler/-innen sowie Verantwortliche aus Politik, Jugend- und Schulverwaltung.
Vormittag: Vorträge
9:30 – 10:00 | Begrüßung und Einführung in die Thematik des Kongresses
Dr. Lorenz Huck, Geschäftsführer der Duden Institute für Lerntherapie.
Dr. Lorenz Huck eröffnet den 5. Bundeskongress mit einer Einführung in die Thematik des Kongresses.
10:00 – 11:15 | Selbstregulationskompetenz: eine Superpower?
Prof. Ulrich Trautwein, Hector-Institut für Empirische Bildungsforschung; Eberhard Karls Universität Tübingen
Die Nationale Akademie der Wissenschaft Leopoldina hat im Jahr 2024 eine Stellungnahme veröffentlicht, in der gefordert wurde, dass die Förderung von Selbstregulationskompetenzen zu einer weiteren Leitperspektive im Bildungssystem werden soll. Im Vortrag werden die Hintergründe und die wesentlichen Beiträge der Stellungnahme vorgestellt und Chancen und Grenzen der Förderung diskutiert.
11:45 – 13:00 | Mehr Psychologie in die Schule: Selbstregulation und Aufmerksamkeitssteuerung bei ADHS
Prof. Caterina Gawrilow, Eberhard Karls Universität Tübingen
Die Förderung von Selbstregulation und die Unterstützung der Aufmerksamkeitssteuerung spielt eine zentrale Rolle für erfolgreiches Lernen und die mentale Gesundheit von Schüler/-innen. Interventionen und theoretisch fundierte Ansätze aus der Psychologie können Lehrkräfte, Lerntherapeutinnen und Lerntherapeuten dabei unterstützen, diese Fähigkeiten systematisch weiterzuentwickeln. Im Vortrag werden aktuelle Studien zu Schwankungen von Selbstregulationsfähigkeiten vorgestellt und Einflüsse auf diese Schwankungen diskutiert.
13:00 – 14:30 Uhr: Mittagspause
Möglichkeit zum Besuch der Ausstellung von Verbänden, Verlagen und Lehrmittelanbietern
Nachmittag: Parallele Seminare in drei Foren
Die Seminare finden innerhalb von drei Foren statt: Forum Fachübergreifende Aspekte, Forum Deutsch und Forum Mathematik. Mehrere Seminare werden zweimal durchgeführt, um möglichst vielen Kongressbesuchern die Teilnahme an diesen zu ermöglichen.
15:45 bis 16:15 Uhr: Kaffeepause
Klicken Sie auf den jeweiligen Programmpunkt, um weitere Informationen zu den Seminarinhalten einzusehen.
Forum: Fachübergreifende Aspekte
14:30 – 15:45 | Selbstregulation im Schulalltag – Entwicklung von Lernstrategien
Prof. Ulrich Trautwein, Hector-Institut für Empirische Bildungsforschung, Eberhard Karls Universität Tübingen
In dem Workshop werden zentrale Erkenntnisse der pädagogischen Psychologie zum selbstregulierten Lernen vorgestellt und in kleinen Übungen erprobt. Dabei wird auch auf die Rolle der jeweiligen Lehrkraft eingegangen.
14:30 – 15:45 | Selbstregulation und Zeitbewusstsein – Werkzeuge zur Förderung des Selbstmanagements bei ADHS und darüber hinaus
Dr. Felix Schreiber, Eberhard Karls Universität Tübingen
Selbstregulation bedeutet nicht nur Aufmerksamkeit und Impulskontrolle, sondern auch, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft bewusst miteinander zu verknüpfen. Das Seminar vermittelt wissenschaftlich fundierte und praxisnahe Strategien, mit denen wir in Schule und Lerntherapie die zeitliche Perspektivübernahme und das Selbstmanagement von Schüler/-innen – insbesondere mit ADHS – wirksam fördern können. Neben theoretischen Impulsen erhalten die Teilnehmenden konkrete Methoden, die nachhaltiges Lernen und persönliche Entwicklung unterstützen.
16:15 – 17:30: | Psychisch krank oder einfach nur Teenager? Schnittstelle Kinderpsychiatrie, Lerntherapie und Pädagogik
Dr. Frederike Kienzle, Kinder- und Jugendambulanz/ Sozialpädiatrisches Zentrum Berlin Steglitz-Zehlendorf
Im Seminar stärken wir das Verständnis für Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen im Schulalter. Wir setzen uns interaktiv mit dadurch bedingten Herausforderungen in Schule und Lerntherapie auseinander Dabei richten wir den Blick auch auf Reaktionen und Bedürfnisse der Heranwachsenden in herausfordernden Zeiten eines beschleunigten gesellschaftlichen Wandels.
16:15 – 17:30: | Selbstregulation und Zeitbewusstsein – Werkzeuge zur Förderung des Selbstmanagements bei ADHS und darüber hinaus ⦁ Dr. Felix Schreiber
Dr. Felix Schreiber, Eberhard Karls Universität Tübingen
Selbstregulation bedeutet nicht nur Aufmerksamkeit und Impulskontrolle, sondern auch, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft bewusst miteinander zu verknüpfen. Das Seminar vermittelt wissenschaftlich fundierte und praxisnahe Strategien, mit denen wir in Schule und Lerntherapie die zeitliche Perspektivübernahme und das Selbstmanagement von Schüler/-innen – insbesondere mit ADHS – wirksam fördern können. Neben theoretischen Impulsen erhalten die Teilnehmenden konkrete Methoden, die nachhaltiges Lernen und persönliche Entwicklung unterstützen.
Forum: Deutsch
14:30 – 15:45 | Förderung des selbstregulierten Lernens mit ein- und mehrsprachigen Kindern: Fokus Lesestrategien
Prof. Julia Festman, Pädagogische Hochschule Tirol
Ziel dieses Seminars ist es aufzuzeigen, wie ein- und mehrsprachige Kinder in ihrer Entwicklung von Lesestrategien konkret unterstützt werden können, damit sie sich zunehmend selbstständig und eigenaktiv mit Texten auseinandersetzen können. Die Seminarinhalte basieren auf einem neu entwickelten Lesestrategie-Fördertool, das in der Primar- und Sekundarstufe und in vielen unterschiedlichen Sprachen eingesetzt werden kann.
14:30 – 15:45 | Evidenzbasierte Förderung bei Lese-Rechtschreibstörung: Strategien für die Praxis
Dr. Katharina Galuschka, Deutsches Jugendinstitut e. V.
In diesem praxisorientierten Seminar erhalten Sie einen Überblick über bewährte evidenzbasierte Förderstrategien bei Lese-Rechtschreibstörung. Der Fokus liegt auf der direkten Anwendbarkeit der Methoden, um betroffene Schülerinnen und Schüler gezielt und erfolgreich zu unterstützen.
16:15 – 17:30 | Förderung des selbstregulierten Lernens mit ein- und mehrsprachigen Kindern: Fokus Lesestrategien
Prof. Julia Festman, Pädagogische Hochschule Tirol
Ziel dieses Seminars ist es aufzuzeigen, wie ein- und mehrsprachige Kinder in ihrer Entwicklung von Lesestrategien konkret unterstützt werden können, damit sie sich zunehmend selbstständig und eigenaktiv mit Texten auseinandersetzen können. Die Seminarinhalte basieren auf einem neu entwickelten Lesestrategie-Fördertool, das in der Primar- und Sekundarstufe und in vielen unterschiedlichen Sprachen eingesetzt werden kann.
16:15 – 17:30 | Evidenzbasierte Förderung bei Lese-Rechtschreibstörung: Strategien für die Praxis
Dr. Katharina Galuschka, Deutsches Jugendinstitut e. V.
In diesem praxisorientierten Seminar erhalten Sie einen Überblick über bewährte evidenzbasierte Förderstrategien bei Lese-Rechtschreibstörung. Der Fokus liegt auf der direkten Anwendbarkeit der Methoden, um betroffene Schülerinnen und Schüler gezielt und erfolgreich zu unterstützen.
Forum: Mathematik
14:30 – 15:45 | Problemlösen für alle - geht das überhaupt? Förderung von Problemlösekompetenzen im inklusiven Mathematikunterricht der Grundschule
Prof. Nina Sturm, Pädagogische Hochschule Ludwigsburg
Problemlösen ist eine zentrale prozessbezogene Kompetenz, die Kinder am Ende der Grundschulzeit erworben haben sollten. Da im Unterricht und in der Lerntherapie zahlreiche weitere wichtige Kompetenzen zu entwickeln sind, droht das Problemlösen häufig in den Hintergrund zu geraten. Wie kann die Förderung des Problemlösens dennoch gelingen? Im Seminar werden Ansätze und Aufgabenbeispiele vorgestellt und gemeinsam erarbeitet, mit denen sich Problemlösekompetenzen bereits ab Klasse 1 systematisch anbahnen und fördern lassen.
14:30 – 15:45 | „Das plane ich mir fest ein!” Förderung von mathematischen Basiskompetenzen im Unterricht und in der Kleingruppe
Dr. Lorenz Huck und Jana Köppen, Duden Institute für Lerntherapie
“Hacks” für den Unterricht, geht so etwas? In diesem praxisorientierten Seminar stellen wir bewährte Übungen vor, die in Klassen oder Kleingruppen ergänzend, aber kontinuierlich eingesetzt werden können, um grundlegende Lernprozesse zu den Schwerpunkten Zahlvorstellungen und Rechenoperationen abzusichern.
16:15 – 17:30 | Problemlösen für alle - geht das überhaupt? Förderung von Problemlösekompetenzen im inklusiven Mathematikunterricht der Grundschule
Prof. Nina Sturm, Pädagogische Hochschule Ludwigsburg
Problemlösen ist eine zentrale prozessbezogene Kompetenz, die Kinder am Ende der Grundschulzeit erworben haben sollten. Da im Unterricht und in der Lerntherapie zahlreiche weitere wichtige Kompetenzen zu entwickeln sind, droht das Problemlösen häufig in den Hintergrund zu geraten. Wie kann die Förderung des Problemlösens dennoch gelingen? Im Seminar werden Ansätze und Aufgabenbeispiele vorgestellt und gemeinsam erarbeitet, mit denen sich Problemlösekompetenzen bereits ab Klasse 1 systematisch anbahnen und fördern lassen.
16:15 – 17:30 | „Das plane ich mir fest ein!” Förderung von mathematischen Basiskompetenzen im Unterricht und in der Kleingruppe
Dr. Lorenz Huck und Jana Köppen, Duden Institute für Lerntherapie
“Hacks” für den Unterricht, geht so etwas? In diesem praxisorientierten Seminar stellen wir bewährte Übungen vor, die in Klassen oder Kleingruppen ergänzend, aber kontinuierlich eingesetzt werden können, um grundlegende Lernprozesse zu den Schwerpunkten Zahlvorstellungen und Rechenoperationen abzusichern.