Rückblick: 5. Bundeskongress
Beim 5. Bundeskongress „Lerntherapie und inklusive Schule“ am 18. April 2026 in Berlin stand die Bedeutung der Selbstregulation für erfolgreiches Lernen im Fokus. Expertinnen und Experten aus Pädagogik, Didaktik und Psychologie diskutierten, wie Kinder mit Lese‑Rechtschreib‑Schwäche (LRS) und Rechenschwäche gezielt unterstützt werden können.
Nach einem eindrucksvollen Impulsvortrag durch Dr. Lorenz Huck (Geschäftsführer der Duden Institute für Lerntherapie) setzte Prof. Dr. Ulrich Trautwein von der Eberhard Karls Universität Tübingen mit seinem Vortrag „Ist Selbstregulationskompetenz eine Superpower?“, den ersten wissenschaftlichen Input, in dem er aktuelle Forschungsergebnisse zur Bedeutung selbstregulierten Lernens vorstellte. Prof. Dr. Caterina Gawrilow forderte im zweiten Plenumsvortrag „Mehr Psychologie in die Schule“ und beleuchtete insbesondere die Rolle von Selbstregulation und Aufmerksamkeitssteuerung bei Kindern mit ADHS.
Bei den Workshops am Nachmittag präsentierten Prof. Julia Festman, Ph.D. (Pädagogische Hochschule Tirol), Dr. Katharina Galuschka (Deutsches Jugendinstitut e. V.), Dr. Lorenz Huck und Jana Köppen (Duden Institute für Lerntherapie), Dr. Frederike Kienzle (Kinder‑ und Jugendambulanz / SPZ Berlin Steglitz‑Zehlendorf), Dr. Felix Schreiber (Eberhard Karls Universität Tübingen) sowie Prof. Dr. Nina Sturm (Pädagogische Hochschule Ludwigsburg) praxisnahe Ansätze zur Förderung selbstregulierten Lernens bei Kindern mit besonderen Lernschwierigkeiten.
Mit 200 Teilnehmenden – darunter Lehrkräfte, Lerntherapeut(inn)en, pädagogische Fachkräfte, Wissenschaftler sowie Verantwortliche aus Politik und Verwaltung – bot der Kongress eine Plattform für fachlichen Austausch zur inklusiven Bildung.