Rechenschwäche
Was ist eine Rechenschwäche?
Unter dem Begriff Rechenschwäche (Dyskalkulie) werden erhebliche und lang andauernde Schwierigkeiten beim Erlernen der mathematischen Grundlagen zusammengefasst, wobei die Ursachen dafür sehr verschieden sein können. Eine Rechenschwäche ist keine Krankheit.
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Häufig gestellte Fragen:
Welche Anzeichen deuten auf eine Rechenschwäche?
Hat Ihr Kind Lernschwierigkeiten in Mathematik, gibt es oft auch Auffälligkeiten im Verhalten Ihres Kindes beim Spiel, bei der Erledigung der Hausaufgaben, in der Schule und im Alltag. Beobachten Sie Ihr Kind aufmerksam. Zeigt es über einen längeren Zeitraum hinweg einige der folgenden Erscheinungen, so kann eine Rechenschwäche vorliegen:
- Das Erledigen der Hausaufgaben dauert unangemessen lange.
- Selbst intensives Üben bringt keinen oder nur kurzzeitigen Erfolg. Nach ein paar Tagen ist alles wie „weggeblasen“. Die Malfolgen werden zum Beispiel immer wieder vergessen, obwohl das Kind mit Gedichten keine Probleme hat.
- Das Rechnen mit den Fingern wird nicht überwunden.
- Auch Aufgaben wie 10 + 4 werden immer wieder „neu“ gerechnet. Zusammenhänge zwischen Aufgaben wie 3 + 4, 13 + 4, 23 + 4, ... kann das Kind nicht erkennen.
- Das Kind schreibt bei mehrstelligen Zahlen oft erst den Einer und dann den Zehner - so wie es spricht - dabei kommt es zum Vertauschen (statt 52 wird 25 geschrieben).
- Vorgänger und Nachfolger können zu gegebenen Zahlen nicht genannt werden bzw. sie werden verwechselt. Teilweise treten Schwierigkeiten beim Zählen auf, insbesondere beim Zählen in Zweier-, Fünfer- oder Zehnerschritten und an den Zehner- und Hunderterübergängen.
- Das Kind kann errechnete Ergebnisse von Aufgaben, insbesondere bei Sachaufgaben, weder begründen noch kritisch einschätzen.
- Die Vorstellungen zu Größen sind häufig unrealistisch, so dass der Umgang mit Größen und Messgeräten vermieden wird. Mit Geld und einer Uhr wird nicht altersgerecht umgegangen.
- Das Kind hat erst spät rechts und links erlernt bzw. verwechselt beide Begriffe noch weit bis in die Schule hinein. Häufig bestehen Unsicherheiten in der Verwendung von Relationsbegriffen wie vor und nach, drinnen und draußen, über und unter.
Worin liegen die Ursachen einer Rechenschwäche?
Zu extremen Lernschwierigkeiten im Fach Mathematik kommt es infolge von Verzögerungen in der kindlichen Entwicklung. Entscheidende Fähigkeiten für das Rechnenlernen sind noch nicht genügend ausgeprägt, es mangelt also an Voraussetzungen.
Unterschiede in der Entwicklung können in einer Klassenstufe mehrere Jahre betragen. Die Lernanforderungen sind für betroffene Kinder oft zu hoch. Sie sind häufig noch nicht in der Lage, sich grundlegende Inhalte wie Zahlvorstellungen, Aufbau des Zahlenraumes, Rechenoperationen und Einmaleins sowie Grundvorstellungen zu Größen und zur Geometrie zu erschließen. Da Mathematikunterricht stark hierarchisch aufgebaut ist, gelingt es den Kindern nicht, diese Lücken selbstständig in weiteren Klassen zu füllen. Sie bleiben auf der Stufe der Lernanfänger stehen, sind lange zählende Rechner und zeichnen sich durch Unverständnis für mathematische Zusammenhänge aus.
Welche Fähigkeiten braucht ein Kind zum Rechnenlernen?
Zu den für Mathematiklernen wichtigen Fähigkeiten gehören vor allem Orientierung, Vorstellung, Abstraktion, Konzentration und Gedächtnis. Diese werden vor der Schule und in der Schule durch Tätigsein entwickelt. Kinder, die aus unterschiedlichen Gründen Verzögerungen der Entwicklung aufweisen, haben zu wenig effektive Strategien erprobt und Erfahrungen nicht bewusst genug gemacht. In der Schule versuchen sie dann durch Auswendiglernen unverstandener Inhalte ihre Schwierigkeiten zu überwinden.
Beratung bei Rechenschwäche
Beratung bei Rechenschwäche
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