Beruf Lerntherapeut/-in
Externer Inhalt
Sie haben externe Inhalte in den Cookie-Einstellungen deaktiviert.Lerntherapeutinnen und Lerntherapeuten helfen Kindern und Jugendlichen bei der Überwindung von Lernschwierigkeiten. Damit eine Lese-Rechtschreib-Schwäche oder eine Rechenschwäche überwunden werden kann, bauen Lerntherapeutinnen und Lerntherapeuten eine therapeutische Beziehung zu ihren Klientinnen und Klienten auf.
Wie der Arbeitsalltag von Lerntherapeutinnen und Lerntherapeuten aussieht und welche Voraussetzung Sie für die Ausübung des Berufes erfüllen sollten, erfahren Sie auf dieser Seite.
Online-Informationsabend zum Berufsfeld Lerntherapie
Online-Informationsabend zum Berufsfeld Lerntherapie
Sie möchten mehr zum Beruf von Lerntherapeutinnen und Lerntherapeuten erfahren? Wir laden Sie herzlich zur Infoveranstaltung am 27. Mai 2026 um 19 Uhr ein. Über diesen Link können Sie sich zu dieser Veranstaltung anmelden.
Um Ihnen einen besseren Einblick in das Berufsbild von Lerntherapeutinnen und -therapeuten geben zu können, haben wir hier die wichtigsten Fragen zusammengefasst:
Häufig gestellte Fragen
Welche Aufgaben umfasst die Tätigkeit eines Lerntherapeuten bzw. einer Lerntherapeutin?
Lerntherapeutinnen und Lerntherapeuten arbeiten therapeutisch mit Kindern und beraten deren Eltern und Familien. Im Vordergrund steht die Verbesserung der emotionalen Situation und der Lernfähigkeit des Kindes. Der Weg dahin führt über die Entwicklung von Lernvoraussetzungen, den Aufbau grundlegender fachlicher Inhalte und die Veränderung des Lernumfeldes.
Zudem tauschen sich Lerntherapeutinnen und Lerntherapeuten regelmäßig mit den Lehrerinnen und Lehrern ihrer Therapiekinder bzw. anderen beteiligten Fachleuten aus, wenn dies von den Eltern gewünscht wird.
Weitere Tätigkeitsschwerpunkte ergeben sich aus der Zusammenarbeit mit Ämtern und Behörden: In diesem Zusammenhang ist es wichtig, Inhalte und Verlauf der Therapie nachvollziehbar zu dokumentieren und in regelmäßigen Abständen darzustellen.
Schließlich gehören zu den Aufgaben von Lerntherapeutinnen und Lerntherapeuten die ständige Fortbildung sowie die systematische Vorbereitung und Reflexion der therapeutischen Tätigkeit.
Was sind lerntherapeutische Haltungen?
Die lerntherapeutische Arbeit mit Kindern, die eine Lese-Rechtschreib-Schwäche oder Rechenschwäche haben, ihren Familien und ihrem Umfeld erfordert besondere Haltungen, die sich im therapeutischen Handeln, der Gesprächsführung, der Gestaltung therapeutischer Beziehungen und auch in der Reflexion über Erfolge und Rückschläge äußern. Eine solche Haltung ist z. B. die unbedingte Wertschätzung, mit der erfolgreiche Lerntherapeutinnen und Lerntherapeuten Kindern und Familien begegnen: Jedes Verhalten – auch das, das als problematisch erscheint – hat subjektiv gute Gründe, die verstanden und berücksichtigt werden müssen.
Warum ist fachdidaktisches Wissen nötig?
Lerntherapeutinnen und Lerntherapeuten brauchen Wissen über den Gegenstand, den sie Kindern nahebringen wollen. Dabei reicht es nicht aus, selbst eine große Lese-, Rechtschreib- und Rechenkompetenz zu haben. Es müssen auch die Hintergründe bestimmter Phänomene durchschaut werden.
- Warum wird der gleiche a-Laut in dem Wort „Schar“ z. B. anders notiert als in „Haar“ oder in „Jahr“?
- Warum müssen wir über die Lösung der Aufgabe 35 + 17 nachdenken, während wir bei der Aufgabe 30 + 5 das Gefühl haben, dass es gar nichts zu rechnen gibt?
- Woher weiß man, wie man die Buchstaben „a“, „i“, oder „u“ in englischen Wörtern wie „game“, „shine“, „lap“, „sun“, „hope“, „cute“ oder „fin“ vorlesen muss? Muss man die Aussprache auswendig lernen?
Nur wer überblickt, welche sprachlichen Regelmäßigkeiten bzw. welche mathematischen Strukturen hinter diesen Phänomenen stehen, kann erfolgreich Lernprozesse anstoßen und begleiten.
Welche Rolle spielen Fachdidaktik und pädagogische Psychologie?
In der Fachdidaktik und pädagogischen Psychologie vereinen sich das Wissen über den Gegenstand und das Wissen über die kindliche Entwicklung und beziehen sich auf die Fragestellung: Wie kann man – ganz praktisch! – Kinder in Lernprozessen unterstützen und ggf. Lernblockaden lösen? U. a. sind dabei zu berücksichtigen:
- Allgemeine Kenntnisse zu kognitiven, emotionalen und motivationalen Bedingungen des Lernens, beispielsweise zur optimalen Gestaltung des Anforderungsniveaus gestellter Aufgaben, so dass reale Erfolgserlebnisse und Erfahrungen von Selbstwirksamkeit im Problemfach möglich werden.
- Kenntnisse zu den besonderen Bedingungen des Lernens in einem Gegenstandsbereich, z. B. zum Zusammenhang allgemeiner kognitiver Fähigkeiten wie Orientierung und Vorstellung mit der Entwicklung von Einsicht in die Strukturen des Zahlenraums – oder zum Zusammenhang von Lernvoraussetzungen wie der auditiven Unterscheidung lang und kurz klingender Selbstlaute mit der Entwicklung von Einsicht in orthographische Regeln.
- Kenntnisse zu den Hintergründen von Lern- und Leistungsvermeidung und -verweigerung, beispielsweise zu den Ursachen und Auswirkungen einer „misserfolgsorientierten“ Haltung bei Kindern.
Wer darf sich als „Lerntherapeut/-in“ bezeichnen?
Wie die Bezeichnungen „Jurist“, „Unternehmensberater“ oder „Flugkapitän“ ist der Titel „Lerntherapeut/-in“ nicht geschützt. Einige Universitäten, Verbände und Vereine vergeben Abschlüsse und Zertifikate auf der Grundlage selbst gestalteter Aus- und Weiterbildungsordnungen. Das sind beispielsweise der Fachverband für integrative Lerntherapie e.V., der Bundesverband Legasthenie e.V., die Universität Hamburg, die TU Chemnitz, die Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd und die SRH Fernhochschule - The Mobile University.
<br> Die Weiterbildungsangebote der Duden Institute für Lerntherapie werden an vielen Standorten in Kooperation mit der SRH Fernhochschule - The Mobile University durchgeführt. Die Lerntherapie-Weiterbildung lässt sich in Form von Zertifikatskursen, einem Bachelorstudiengang oder einem Masterstudiengang absolvieren. Sie sind durch strenge Zugangsvoraussetzungen, verbindliche Inhalte mit fachdidaktisch-entwicklungspsychologischem Schwerpunkt und eine enge Begleitung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch erfahrene Mentoren gekennzeichnet. So gewährleisten wir eine durchgehend hohe Qualität der therapeutischen Arbeit an den Duden Instituten.
Aus unserem Podcast
Stimmen unserer Mitarbeitenden
Was gefällt unseren Mitarbeiter/-innen besonders an Ihrer Tätigkeit bei uns? Wir stellen Ihnen hier einige Kolleg(inn)en vor.
Swantje, Sozialpädagogin
Michèle Studium: Lehramt an Grundschulen
Robin, Psychologe
Dorit, Erzieherin / Studium: Erziehungswissenschaft und Linguistik
Barbara, Grundschullehrerin
Marie, Ärztin / Zweitstudium: Bildungs- und Erziehungswissenschaften
Ramona Studium: Anglistik und Germanistik auf Gymnasiallehramt
Lerntherapie-Weiterbildung als Voraussetzung
Um als Lerntherapeut/-in arbeiten zu können, ist eine lerntherapeutische Weiterbildung notwendig. In Kooperation mit der SRH Fernhochschule bieten Ihnen eine berufsbegleitende, praxisnahe Weiterbildung.
Bewerbung
Sollten Sie Interesse an einer lerntherapeutischen Tätigkeit in unseren Instituten haben, freuen wir uns über die Zusendung Ihrer Bewerbungsunterlagen.
Ihre Bewerbung können Sie über das Bewerbungsformular einreichen.
Lerntherapeut/-in werden?
Ihre Ansprechpartnerin:
Ihre Ansprechpartnerin:
Karoline Schlichting Personalreferentin
Duden Institute für Lerntherapie - Zentrale Alexanderstr. 9 (Haus des Lehrers) 10178 Berlin E-Mail: schlichting@duden-institute.de