Höhepunkte vor Ort
Teilen:

„Wir behüten Kinder“

Unter dem Motto „Wir behüten Kinder“ hat der Bundesverband privater Träger der freien Kinder-, Jugend- und Sozialhilfe e.V. (VPK) eine Kampagne zur Stärkung der Erziehungshilfen gestartet.

Auch Lerntherapie wird, wenn es eine Amtsfinanzierung gibt, meist über „Hilfen zur Erziehung“ finanziert. Aktuell läuft eine kontroverse Debatte zur Reform des SGB VIII, in dem auch die „Hilfen zur Erziehung“ gesetzlich verankert sind.

Der VPK möchte mit seiner Kampagne Politik, Fachöffentlichkeit sowie Verantwortliche der freien und öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe motivieren, sich den Hut für eine gut durchdachte Reform der Kinder- und Jugendhilfe aufzusetzen. „Hilfen zur Erziehung müssen auch weiterhin engagiert und erfolgreich umgesetzt werden können. Hierfür unverzichtbar sind eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Qualität, die Sicherstellung individueller Hilfeleistungen sowie nicht zuletzt der Schutz von Kindern, Jugendlichen und Familien“, so Martin Adam, Präsident des VPK-Bundesverbandes e. V.

Mitmachen bei der Fotoaktion!

Zur Kampagne gehört die Fotoaktion: „Für eine Stärkung der Hilfen zur Erziehung. Setzen Sie sich den Hut auf!“ Unterstützer/-innen können auf der Website www.wir-behüten-kinder.de ein eigenes Foto sowie den passenden Hut hochladen und sich so zu den Zielen der Kampagne bekennen. – Viele Mitarbeiter/-innen der Duden Institute haben sich bereits den Hut aufgesetzt.

Hintergrund der Kampagne

„Die Hilfen zur Erziehung tragen in Deutschland entscheidend dazu bei, Kindern, Jugendlichen und deren Familien in besonderen Problemlagen passgenaue und wirkungsvolle Unterstützung anzubieten“, so Martin Adam. „Die entsprechenden Rechtsansprüche stehen wegen ihrer Kostenentwicklung immer wieder in der Kritik. Dabei wird übersehen, welche große Bedeutung diese Hilfen für Kinder und Jugendliche mit Hilfebedarf in Deutschland haben und welche Kosten in anderen Bereichen damit vermieden werden. Hilfen zur Erziehung sind insoweit Teil der Lösung und nicht das Problem!“, so Adam weiter.

In seinem Positionspapier zur Kampagne fordert der VPK die Politik und alle, die im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe Verantwortung tragen, auf: „Setzen Sie sich den Hut auf für ...“


  • mehr Zeit und Beteiligung der Expert/-innen am Reformprozess – keine Schnellschussreform zum Ende der Legislaturperiode!
  • den Erhalt von Rechtsansprüchen von Eltern und Kindern auf individuelle und passgenaue Hilfen. Elternrechte dürfen nicht aus dem Hilfesystem herausgelöst werden.
  • eine Stärkung der Beteiligungsrechte von Kindern und Jugendlichen im Hilfeplanprozess.
  • die inklusive Ausrichtung der Kinder- und Jugendhilfe.
  • unsere Überzeugung: Hilfen zur Erziehung sind Teil der Lösung, nicht das Problem. Es darf keinen Qualitätsrückbau durch den Vorrang kommunaler Finanzinteressen vor einer durch Rechtsanspruch gesicherten Hilfe geben.
  • weitere Investitionen: Einsparungen in dem so wichtigen Feld der Kinder- und Jugendhilfe sind falsch. Jugendämter müssen fachlich und personell besser ausgestattet und verbindliche Qualitätsverfahren flächendeckend eingeführt werden.
  • eine Weiterentwicklung des Hilfeplanverfahrens.
  • den Ausbau von Maßnahmen zum Kinderschutz in den Einrichtungen sowie für die Beseitigung von Mängeln in diesem Bereich.
  • den Erhalt von Einrichtungen mit familienähnlichem Charakter.
  • den Ausbau von Prävention und Forschung in der Kinder- und Jugendhilfe.

Das Positionspapier des VPK-Bundesverbandes e.V. sowie alle Informationen rund um die Kampagne finden unter: www.wir-behueten-kinder.de. Sie finden die Aktion auch bei Facebook: www.facebook.com/wirbehuetenkinder.


Höhepunkte vor Ort | 09.11.2017

Lerntherapie seit 1992

Höhepunkte vor Ort | 08.11.2017

25 Schulprojekte an 25 Orten – ein Erfahrungsbericht aus Rostock